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Pferdeosteopathie
Lehrgangsinhalte nach Kursblöcken Die Lehrgangsinhalte werden aufgeteilt und in sinnvoller Weise und Reihung zu zehn Kursblöcken zusammen gefasst.
Kursblock 1
Die Ausbildung beginnt mit einer Einführung in die Anatomie, Physiologie und Pathologie des Pferdes. Sie erfahren mehr über den Körperbau des Pferdes und seine Funktionen: Knochenbau, Muskeln, Sehnen, Blutgefäße, Nervenbahnen. Weiter Schwerpunkte sind u.a. Erkrankungen, Impfungen, Stallapotheke. Unfall oder akute Erkrankung
des Pferdes erfordern oft eine schnelle, fachkundige Hilfe. Maßnahmen
für solche Notfälle stehen im Mittelpunkt. Dazu gehören
diverse Verbände Mit Demonstrationen am lebenden Pferd.
Der Kurs vermittelt weiterhin umfangreiches Wissen über den Einfluss der Fütterung auf die Pferdegesundheit. Es geht um die richtige Fütterung: Zusammensetzung, Rationsberechnung etc. Kursblock 2
Der Kursblock beginnt mit einer Einführung in die Grundlagen der Pferdeostheopathie. Viele Krankheiten gerade im Bewegungsapparat erfordern den Einsatz der Osteopathie. Sie erlernen die Grundprinzipien der Osteopathie wie die arterielle Regel, die Einheit von Funktion und Form oder das osteopathische Verständnis von einer Läsion. Natürlich tauchen auch die Namen Still und Giniaux auf. Sie erfahren natürlich die prinzipiellen Untersuchungsmethoden der Osteopathie wie Palpationen und verschiedene Beweglichkeitstests. Schließlich werden Ihnen die unterschiedlichen Behandlungsmethoden der Osteopathie vermittelt: Autorequaltion, Thrust oder Rhythmische Techniken. Darauf folgt eine vertiefte
Einführung in Anatomie und Biomechanik der Vorhand
Schulterblatt Buggelenk Ellenbogengelenk Karpalgelenk Darauf beginnt der erste praktische Unterricht. Zunächst geht es um Arbeitssicherheit und den sicheren Umgang mit dem Pferd. Dazu gehören auch die richtige Schutzkleidung und Hautschutz und –pflege. Ganz wichtig für die Arbeitsgesundheit ist rückengerechtes Arbeiten Dann geht es zum ersten
Mal ans Pferd. Exterieurbeurteilungen und Bewegungsanalyse in
den Gangarten folgen erste Übungen zur Palpation und zur
osteopathischen Arbeitsweise.
Ab diesem Kurs führt jeder Kursteilnehmer zu hause sein Praktikum durch. An mindestens fünf Pferden werden die Untersuchungs- und Bearbeitungstechniken des letzten Kurses eingeübt und dazu fünf Bearbeitungsprotokoll angefertigt. Diese werden zu Beginn des nächsten praktischen Unterrichts im Kurs ausgewertet.
Kursblock 3
Der Kurblock beginnt wieder mit einem Theoriekurs. Diesmal zur vertieften Anatomie und Biomechanik der Hinterhand Hüftgelenk Kniegelenk Patella Sprunggelenk Die folgenden zwei Tage praktischer Unterricht thematisieren Tests und Korrekturen der Hinterhand. Kursblock 4
Dieser Kursblock widmet sich im Theorieteil zunächst Sattel und Zäumung. Ihre Funktion im Zusammenspiel mit der Pferdeanatomie wird erläutert. Verschiedene Reitweisen erfordern spezielle Sättel. Der darauf folgende Praxistag dient vor allem der Lernzielkontrolle und als Feed-back für die inzwischen angesammelten praktischen Erfahrungen der Kursteilnehmer. Kursblock 5
Beginnt wieder mit einem Theorieteil. Er beschäftigt sich mit der vertieften Anatomie und Biomechanikder Zehe: Karpal-/Tarsalgelenk Fesselgelenk Krongelenk Hufgelenk Darauf werden besondere Aspekte der Tätigkeit der Hufpflege thematisiert. Dazu zählen spezielle Aufgabengebiete wie die Bearbeitung von Fäulnis am Huf oder Erkrankung der weißen Linie. Gerade der Bearbeitung erkrankter Hufe wird große Aufmerksamkeit geschenkt. Was ist bei Hufrehe zu tun, bei Erkrankungen der Hufrolle, bei Hufspalten, bei den verschiedenen Arten grober Fehlstellungen wie Bockhuf, bärentatziger Huf, bei hochgeschobenen Ballen usw. In diesem Kurs erfahren Sie aber auch mehr über die Hufbearbeitungsmodelle anderer Schulen wie Hufheilpraktik (Dr. Strasser) oder Huforthopädie (Biernat). Natürlich stellen wir
Ihnen such die neueren Modelle aus Amerika vor. Insbesondere
die verschiedenen Varianten des Natural Hoofcare von Gene Ovnicek über
Jamie Jackson bis Pete Ramey.
Wichtige Einsichten in die Möglichkeiten der Hufpflege bietet Ihnen eine eingehende Beschäftigung mit dem Thema "Biomechanik". Sie lernen die Kräfte kenne, die auf den Huf und Bewegungsapparat einwirken und was die Folgen dieser Einwirkung sind. Den theoretischen Teil rundet
eine Einführung in den Hufschutz ab. Sie erfahren, welche
Hufschutzart für welche Situation geeignet ist.
Die Vorteile aber auch Nachteile von Kunststoff Hufschutz, Aluminium-Hufschutz, Klebeschuhen und Kunsthorn werden dargestellt. Auch der Eisenbeschlag wird thematisiert. An den folgenden beiden praktischen Unterrichtstagen erfahren Sie mehr über die verschiedenen Test der Zehe und entsprechende Normalisierungstechniken. Kursblock 6 Der Kursblock beginnt mit der Ethologie des Pferdes. Es geht zunächst um das natürliche Verhalten des Pferdes und seine Bedürfnisse. Aber auch um die verschiedenen Haltungsformen- von der Boxenhaltung bis zur Offenstallhaltung. Daraus leiten wir verschiedene Ratschläge über den richtigen Umgang mit dem Pferd ab.
Der Kursblock fährt mit
vertiefter Anatomie und Biomechanik des Rumpfes fort: Dieser Teil
des Theoriekurses beschäftigt sich mit Rücken (BWS und
LWS) und Thorax (Rippen und Zwerchfell). Wiederum schließt
sich praktischer Unterricht zu diesem Thema an.
Kursblock 7
Im zweiten Teil des Theoriekurses zu Anatomie und Biomechanik des Rumpfes geht es einen Tag nur um Becken, Illium und Sacrum. Der praktische Unterricht greift genau diese Themen auf. Kursblock 8
Im achten Kursblock sind wir am Kopf angelangt. Die vertiefte Anatomie und Physiologie von Kopf, Hals und Zahn beschäftigt sich mit Kiefergelenk Zähne Occiput Atlas/Axis Danach werden Sie in die Arbeitstechniken
der Pferdedentistik eingeführt. Zunächst wird der Kauvorgang
unter biomechanischem Blickwinkel erklärt. Sie lernen, was
man unter einer 100% igen Okklusion des Pferdegebisses versteht
und wie man dort hin kommt
Die vertiefte Anatomie und
Biomechanik beschäftigt sich weiterhin mit Halswirbelsäule
und cervicothoracalem Übergang. Die kraniomandibuläre
Dysfunktion gibt es auch bei Pferden und spielt darum eine wichtige
Rolle an diesem Unterrichtstag. Der praktische Unterricht erklärt
die entsprechenden Test und Korrekturtechniken. Mit diesem Kursblock
sind Anatomie und Biomechanik des gesamten Pferdes erläutert
worden. Ab jetzt werden im selbstgesteuerten Praktikum nicht mehr
nur Test und Korrektur der zuvor im Unterricht behandelten Körperregion
eingeübt. Vielmehr kommt nunmehr das ganze Pferd zu Analyse
und Bearbeitung. Konsequenterweise werden im darauf folgenden
praktischen Unterricht auch nur noch komplette Pferde bearbeitet
und ebensolche Bearbeitungsprotokolle aus dem Praktikum besprochen
Kursblock 9 In diesem Kursblock werden
physiotherapeutische Maßnahmen in Grundlagen vorgestellt.
Zum Einsatz kommen manuelle Methoden wie:
Massage Dehnung "Gymnastik" aber auch physikalische Methoden wie: Kälte Wärme Hydrotherapie und gerätgestützte Methoden wie: Elektrizität Ultraschall Laser Magnetresonanz Sie erfahren zudem Behandlungsmethoden nach Verletzungen und zu Rehabilitation und wie man Trainingspläne erstellt. Der praktische Unterricht greift diese Themen auf und dient der weiteren Einübung osteopathischer Test- und Korrekturtechniken. Kursblock 10 Als Pferdeosteopath werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit selbständig sein. Auf diese Situation werden Sie kurz vor Ende Ihrer Ausbildung mit dem Theoriekurs "Allgemeine Berufskunde" vorbereitet. Die wichtigsten Voraussetzungen
für die Existenzgründung werden vermittelt. Gewerbeanmeldung
und -ausführung, Steuerrecht und Betriebsformen sind Themen
des Kurses. Nicht unwichtig sind auch Themen wie Haftung,
Gewährleistung
und Versicherung. Schließlich muss ein Pferdeosteopath
auch wissen, wie man ein Mahnverfahren durchführt um säumige
Schuldner zum Bezahlen zu bringen.
Und wieder praktischer Unterricht. Dieses mal werden vor allem Prüfungssituationen simuliert. |
| Hinweis: Für verbindliche Angaben über Ausbildungsinhalte und Prüfungsverfahren vergleiche die jeweiligen Ausbildungsverträge und Prüfungsordnungen. Die Broschüre als Download |