BESW - Akademie

Pferdedentistik

Prüfung

 

Prüfungsordnung

Zwei mal im Jahr findet eine Prüfung statt. Meist Anfang Mai und Anfang November. Die Termine sind meist mindestens drei Monate vorher – oft noch länger – bekannt. Anmelden sollte man sich mindestens einen Monat vorher in der laut Prüfungsordnung vorgesehenen Form.


Die Prüfungen finden gegenwärtig in der Nähe von Osnabrück in einer Reitanlage statt, in der kein Unterricht gegeben wird. Die Pferde sind also weder den Prüflingen bekannt, noch sind die Pferde als Folge praktischen Unterrichts durch die BESW von größeren Problemen befreit. Vielmehr findet man den ganz normalen Alltag vor. Es werden außerdem keine außergewöhnlichen Fälle geprüft, die nur in die Hände des Tierarztes gehören. Die Pferde sind meist zwischen fünf und neun Jahren alt.



Die Prüfung unterteilt sich in einen praktischen und einen theoretischen Teil. In der Theorie wird der Unterrichtsstoff aller Theoriekurse abgeprüft. Pro Fach hat man eine halbe stunde Zeit um zwischen fünf und acht Fragen schriftlich zu beantworten. Wenn man droht durch die Prüfung zu fallen, gibt es in dem jeweiligen Fach eine mündliche Nachprüfung, bei der man sich um eine Note verbessern kann.

Das Gesamtergebnis der Theorieprüfung wird aus den Einzelnoten ermittelt. Die zentralen Fächer „Anatomie und Physiologie von Kopf, Hals und Zahn“, „Arbeitstechniken der Pferdedentistik“ und „Erkrankungen von Gebiß und Maul“ werden dabei besonders gewichtet. Wer die Theorieprüfung nicht besteht, kann die Gesamtprüfung ebenfalls nicht bestehen. Die Theorieprüfung kann zweimal wiederholt werden.




Die Praxisprüfung besteht aus zwei Teilen: einem Beurteilungsteil und einem Bearbeitungsteil. Im Beurteilungsteil muß man die Gebisse von drei Pferden fehlerfrei beurteilen und Bearbeitungsvorschläge machen. Dies muß in einem Berichtsbogen dokumentiert werden. Vorher kann man sich seine Pferde in Ruhe anschauen.


Im Bearbeitungsteil bearbeitet man ein Gebiß komplett selbst. Nachdem man es dem Prüfungsausschuß vorgestellt und diesem seine Bearbeitungsvorschläge vorgeschlagen hat, wird das Gebiß bearbeitet. Die Bewertung erfolgt nicht nur nach dem Arbeitsergebnis, sondern auch nach dem artgerechten Umgang mit dem Pferd, der Arbeitsplatzordnung, der Sicherheit und dem Umgang mit dem Werkzeug. Die Qualität der Beschreibung der Arbeitsergebnisse wird ebenfalls bewertet. Denn die Kommunikation mit Halterinnen und Haltern ist besonders wichtig. Schließlich müssen Hinweise für den Umgang mit dem Pferd direkt nach der Gebissbearbeitung gegeben werden.

Die Prüfungsergebnisse liegen in der Regel noch am selben Tag vor. Zeugnisse und Urkunden werden bei einer kleinen Feier am Abend verteilt.

 

Hinweis:
Für verbindliche Angaben über Ausbildungsinhalte und Prüfungsverfahren vergleiche die jeweiligen Ausbildungsverträge und Prüfungsordnungen. Ein Anmeldeformular finden Sie hier .