Hufakademie |
Hufpflege |
Huftechnik |
Hufbeschlag |
Fachhufschmied |
Western Farrier |
Termine Preise |
Anmeldung |
Prüfung |
Infothek |
Huftechnik Wiki |
Hufexperten |
Forum |
Pferdedentistik |
Pferdeosteopathie |
Ziele des
Hufbeschlags
Ziel des Hufbeschlags
Ziel des Hufbeschlags ist eine
beschwerdefreie Fortbewegung des Pferdes. Es muss in allen Gangarten
klar gehen bzw. laufen. Dieser Zustand muss mit Mitteln des Hufbeschlags
erhalten bzw. wieder hergestellt werden. Der Einsatz des Pferdes,
seine Haltung und Fütterung sowie ggf. weitere Parameter können
die Hufbearbeitung und die Wahl der eingesetzten Arbeitstechniken
des Hufbeschlags beeinflussen. Dabei dürfen keine Kompromisse
eingegangen werden, die die beschwerdefreie Fortbewegung des Pferdes
beeinträchtigen.
Herstellen der mediolateralen Balance Eine mediolaterale Balance liegt vor, wenn die Hufwände nach der Bearbeitung von vorne und von hinten gesehen gleich hoch sind. Die höhere Seite wird soweit wie möglich gekürzt ohne dem Pferd Schaden zuzufügen. Wenn keine mediolaterale Balance hergestellt werden kann oder es aus physiologischen Gründen nicht sinnvoll ist, muss dies vor der Bearbeitung geklärt werden.
Herstellen der dorsopalmaren/dorsoplantare Balance Eine dorsopalmare/dorsoplantare
Balance liegt vor, wenn der Huf zum Fesselstand bzw. zur Winkelung
der Schultergliedmasse passt. Sollte es nicht möglich oder
aus physiologischen Gründen nicht sinnvoll sein, muss dies
vor der Bearbeitung geklärt werden.
Bearbeitung der Hufsohle Die Hufsohle soll möglichst
geschont werden. Dennoch muss die Sohle soweit aufgeschnitten werden,
dass deutlich zu erkenne ist, dass keine Nägel oder andere
Fremdkörper darin stecken. Doppelte Sohlen werden aus diesem
Grund selbstverständlich ebenso entfernt wie Zerfallshorn.
Es soll eine gleichmäßige Oberflächenstruktur zu
sehen sein. Die Sohle sollte in Abhängigkeit von der Hufschutzart
mit tragen.
Die Eckstreben müssen
erhalten bleiben. Sie sorgen für die Stabilität der Hornkapsel.
Dennoch ist zu beachten, dass die Eckstreben soweit gekürzt
werden, dass sie leicht unter der Tragrandhöhe zurückbleiben
um beim Laufen keinen Druck auf die Sohle zu erzeugen. Umgekippte
Eckstreben, die sich zu einer doppelten Sohle entwickelt haben,
werden entfernt und bis auf die beschriebene Höhe gekürzt.
Der Strahl soll ebenfalls möglichst
erhalten werden. Wichtig ist hierbei, die Strahlfurchen soweit
auszuscheiden, dass zu erkennen ist, dass keine Fremdkörper
vorhanden sind. Faule Stellen, Zerfallshorn und Taschen müssen
entfernt werden. Auch hier sollte möglichst eine gleichmäßige
Oberflächenstruktur
erzielt werden. Wenn der Huf für einen Steghufschutz vorbereitet
wird, ist darauf zu achten, dass der Strahl so weit zurück
geschnitten wird, dass er keinem ständigen Druck durch
den Hufschutz ausgesetzt wird. Der Strahl darf nicht höher
sein als der Hufschutz.
Bearbeitung des Tragrands Der Tragrand wird zur Herstellung
der Hufbalance oder wenn er zu lang ist gekürzt. Die Sohle
darf mittragen. Der Tragrand muss plan sein und eine gleichmäßige
Oberflächenstruktur soll erzielt werden.
Der Wandverlauf soll möglichst
gerade sein. Unebenheiten und Abweichungen vom gestreckten Verlauf
werden entfernt. Eine möglichst gleichmäßige Oberflächenstruktur
soll erzielt werden. Der Tragrand wird außen leicht gerundet.
Die Wände müssen stark genug bleiben, um ausreichend Wandstärke
für die Benagelung zu lassen.
Anpassen des Hufbeschlags Der Hufbeschlag ist so anzupassen,
dass er eine ab der weitesten Stelle des Hufes zum Schenkelende
hin zunehmende Expansionsfläche aufweist. Diese ist ab der
weitesten Stelle des Hufes zum Schenkelende hin zunehmend auf einer
Breite von 1 - 5 mm anzuschrägen. An der Zehe darf der Hufbeschlag
keinen Überstand aufweisen. Im Zehenbereich wird eine Zehenrichtung
durch Raspeln oder Formen angebracht. Das laterale Trachtenende
muss auf der Mitte des Schenkels des Hufeisens stehen, das mediale
Trachtenende darf auf der äußeren Hälfte des Schenkels
liegen. Die Schenkel sind länger als der Tragerand des Hufes.
Sie reichen bis zur Hälfte der Länge zwischen den Eckstreben
und der Stelle, an der das Lot vom Ende des Hufballens den Boden
trifft.
Kappen können verwendet
werden. Die Zehenkappe muss auf die Strahlspitze ausgerichtet werden.
Seitenkappen dürfen nicht hinter der weitesten Stelle des
Hufes angebracht sein. Die Zehenkappen werden eingelassen.
Der Hufschutz muss mit seiner Mitte auf die Strahlspitze ausgerichtet werden. Hufnägel Die Hufnägel werden in
Abhängigkeit von der verwendeten Hufschutzart und dem Huf ausgewählt.
Es sollten so wenig wie möglich verwendet werden. Pro Hufpaar
wird die gleiche Größe benutzt. Hinter der weitesten
Stelle des Hufes darf nicht genagelt werden. Die Hufnägel werden
in der Mitte der weißen Linie. mit der Zwicke zur Hufmitte,
eingeschlagen. Die Nägel werden ca. zu 80% ihrer Länge
im Huf versenkt, die Austrittslöcher liegen auf einer Linie.
Die Nagelenden werden so abgezwickt und vernietet, dass sie eine
quadratische Form haben. Sie werden in einem Nietbett in der Hornwand
eben versenkt. Es dürfen keine scharfen Kanten hervorstehen.
|
|