BESW - Hufakademie

Hufpflege - Huftechnik - Hufbeschlag

Bericht zur Huf-factory 2005

Hessisches Landgestüt Dillenburg, 23. Oktober 2005


Hände weg vom Strahl!

„Hände weg vom Strahl“ So war der sehr engagiert und immer wieder vorgetragene Ratschlag von Prof. Hertsch von der FU Berlin in seinem Vortrag über die verschiedenen Formen des Zwanghufs. Man dürfe allenfalls faulige Stellen und Zerfallshorn entfernen. Der Strahl müsse auf jeden Fall Bodenkontakt haben, damit er seine Funktion wahrnehmen könne. Das beste für die Bearbeitung in vielen Fällen von Zwanghufen sei die Umstellung auf Barhuf, was leider in allzu vielen Fällen nicht genügend beachtete werde.

Zuvor schon hatten die etwa 150 Teilnehmer der HUF-factory im Hessischen Landgestüt Dillenburg von Ina Schweikardt erfahren, dass Gelenkchips fast immer vererbbar seien. Daher haben verschiedene Zuchtverbände schon entschieden, solche Pferde nicht mehr zur Zucht zuzulassen. Burkhard Rau führte schließlich in die Prinzipien der Hufbearbeitung nach der Natural Balance-Methode ein. Diese wurde von Gene Ovnicek, einem Hufschmied aus Montana, entwickelt und umfasst einerseits Anleitungen zur Bearbeitung des unbeschlagenen Hufes. Dazu gibt es ein Hufeisen mit einer speziell entwickelten Form, der inzwischen auch in Aluminium und Kunststoff erhältlich ist. Rau machte darauf aufmerksam, dass gleichzeitig mit Gene Ovnicek der sehr ähnliche Four-point-trim von Ric Redden in Kentucky entwickelt wurde. Auch der NBS-Beschlag ist schon länger bekannt. Ein sehr vergleichbarer Beschlag wurde von dem deutschen Hufschmied S. Fischer Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelt. Gleichzeitig beschlug Lothar Uhlenbruch neben dem Podium ein Pferd mit einem NBS-Beschlag. Die Bilder wurden live auf eine Leinwand übertragen und von Burkhard Rau kommentiert.

In Wokshops erhielten die Teilnehmer außerdem Hinweise, was sie gegen Fäulnis am Huf unternehmen können und woran sie gute Arbeit am Huf erkennen können. Wie das in der Realität aussieht konnte dann in verschiedenen Vorführungen beobachtet werden. Dabei wurden Kunststoffbeschläge von DynamixIHT, Hippoflex und Hippoplast ebenso verarbeitet wie Aluminiumbeschläge und Klebeschuhe von Dallmer und Hippoplast. Außerdem wurden Hufschuhe von Dallmer und marquis angepasst. Wer mehr über die verschiedenen Produkte im Bereich Huftechnik erfahren wollte, konnte sich an einem der zahlreichen Informationsstände, die Aussteller in der alten Reithalle des Landgestüts aufgebaut hatten, beraten lassen.

In einem Teil des historisch sehenswerten Hessischen Landgestüts Dillenburg erfuhr eine besondere Besuchergruppe in einem Intensivkurs mehr über das eigene Bearbeiten der Hufe zwischen den Besuchen von Hufpfleger, Huftechniker oder Hufschmied.



Vortrag Prof. Hertsch über Zwanghuf

Vortrag ina Schweikart über Gelenkchips

Vortrag Burkhard Rau über NBS-Beschlag

Vortrag Carsten Burchard "Wie erkennen ich gute Arbeit am Huf"

Vortrag Rosi Schnitzenbaumer über Fäulnis am Huf

 

Bilder zur Huf-factory 2005


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